Preisträger bei der Verleihung der Richard-Siegmann-Medaille 2023

Die Richard-Siegmann-Medaille

Die Richard-Siegmann-Stiftung versteht sich als Verstärker für Rostocks bürgerschaftliches Potenzial. Einmal im Jahr verleiht sie die mit 3.000 € dotierte Siegmann-Medaille. Meistens kann sie auch weitere Preise vergeben. Sie würdigt damit diejenigen, die sich jenseits eingefahrener Gleise um das Gemeinwesen verdient machen. Im Sinne von Richard Siegmann unterstützt die Stiftung Persönlichkeiten, Ideen und Vorhaben, die Rostocks Zukunft voranbringen. Dafür lobt sie jedes Jahr ein neues, aktuelles Thema aus. Das Stiftungskapital von 125.000 € brachte die Rostocker Straßenbahn AG ein.

Das Thema 2026

Stärkung des demokratischen Miteinanders – ganz praktisch und konkret

In diesen Tagen sprechen wir viel darüber, wie stabil und tragfähig unsere Demokratie ist – aktuell und zukünftig. Dabei zeigt sich: Die aktuelle Demokratiekrise ist vor allem eine Vertrauenskrise. Viele Menschen zweifeln weniger an demokratischen Prinzipien an sich als an deren tatsächlicher Wirksamkeit im Alltag. Aus unserer Sicht als Richard-Siegmann-Stiftung gibt es mehrere Dinge, mit denen Menschen, Initiativen und Institutionen sehr konkret dazu beitragen können, neues Vertrauen in Demokratie aufzubauen und die Bedeutung von Demokratie wieder spürbarer zu machen:

  • Durch Aushandlungsprozesse, die auf Augenhöhe geführt werden;
  • Durch respektvollen und konstruktiven Austausch miteinander, wo unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen;
  • Durch das Schaffen von Räumen und Formaten, in denen in denen solidarisches Miteinander jenseits politischer Lager erfahrbar wird.

 

Demokratie lebt auch, aber eben nicht nur in Institutionen und Engagement-Projekten, sondern vor allem in unseren alltäglichen Diskursräumen: im Stadtteil, im Verein, in Initiativen, Nachbarschaften, Schulen, Kulturprojekten oder sozialen Einrichtungen. Vor diesem Hintergrund orientiert sich unser Jahresthema 2026 an folgenden Leitfragen:

  • Wo und wie gelingt demokratisches Miteinander ganz konkret – nicht als Theorie, sondern in realen (Aushandlungs-)Prozessen.
  • Welche Akteure und Formate stärken Vertrauen? Wer schafft sozial verbindende Begegnungen, die Austausch und Verständigung auch bei kontroversen Themen ermöglichen?
  • Wo und durch wen werden neuen Wege der Demokratiestärkung erprobt? Wo wird experimentiert, getestet, gelernt – auch mit offenem Blick für Grenzen und Widersprüche?
  • Wer schafft Räume für Gemeinsamkeiten jenseits politischer Positionen? Welche Formate setzen auf Beziehung, Zuhören und gegenseitige Anerkennung als Grundlage demokratischer Debatte?

 

Es geht uns also um als die Frage, wo es in Rostock Initiativen gibt, die sich auf ganz konkret-praktisch-greifbare Weise für Demokratie engagieren? Wo gibt es besondere Ideen, überzeugende Ansprachen, mutige neue Schritte, mitten im Stadtalltag?

Wir als Richard-Siegmann-Stiftung sind davon überzeugt, dass es dieses Engagement ist, das unsere gesellschaftliche Entwicklung – lokal, national und global – in den kommenden Jahren prägen kann. Deshalb möchten wir 2026 Ideen, Konzepte und praktische Umsetzungen würdigen, die sich kritisch-konstruktiv auf die Suche nach neuen Wegen begeben haben und damit dringend benötigte Antworten liefern können.

Wer kann sich bewerben?

Vordenken für Rostock – eingeladen zur Bewerbung sind:

Auch Vorschläge und Empfehlungen von Dritten sind zulässig. Neben bereits in der Umsetzung befindlichen Projekten können auch Ideen und Vorhaben, deren Umsetzung bislang nur geplant ist, eingereicht werden

Bewerbungen um die Richard-Siegmann-Medaille 2026

Bitte übermitteln sie uns eine kurze Beschreibung des Projektes / der Initiative oder Einzelperson (ca. 1 bis 2 Seiten), ein paar Fotos und unterschriebene Fassungen der bereitgestellten Formulare. 

Die Bewerbungsphase beginnt am 18.6.2026 dauert bis zum 31.8.2026.

Auswahlverfahren

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