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Holocaustgedenktag 2026: Lernende, Studierende und Kuratorium gedenken der Familie Siegmann mit Ausstellungsführung in der Straßenbahn

Am 27. Januar 2026, dem diesjährigen Holocaust-Gedenktag, präsentierte die Klasse 7a der Krusensternschule die von ihr entwickelte Ausstellung über den jüdischen RSAG-Direktor Richard Siegmann und seine Familie in der nach ihm benannten Straßenbahn. In einem mehrwöchigen Schulprojekt hatten sich die Lernenden mit Richard, Margarete, Melanie, Hans und Hedwig Siegmann beschäftigt. Dabei richtete sich ihr Blick auch auf das Leid, das die Familienmitglieder in den 1930er und 1940er Jahren erleben mussten: Richard Siegmann, seine Frau Margarete und seine Tochter Hedwig kamen in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten ums Leben, nur Richard und Melanie gelang die Flucht. Die Klasse entwickelte nicht nur Porträts der einzelnen Familienmitglieder, sondern auch fiktive Tagebucheinträge und Interviews In diesen ging es darum, sich die Lebenssituation der Familie genauer vorzustellen und damit fühlbar zu machen, was Diskriminierung und Verfolgung bedeuten. Engagiert unterstützt wurden sie dabei von Lehramtsstudierenden der Universität Rostock. Das Ergebnis der Unterrichtsarbeit wurde zu Plakaten und Postern aufbereitet, die Lernenden führten am 27.1.2026 Gäste durch ihre Ausstellung. Ergänzend dazu waren einige Auszüge aus den Arbeiten aber auch auf allen Monitoren der RSAG-Busse und -Bahnen zu sehen. Ab dem 28.1.2026 ist die Ausstellung dann, zusammen mit Ausstellungen über die jüdischen Familien Josephy und Levy, die Lernende der Nordlichtschule und der Krusensternschule entwickelten, in der Rostocker Petrikirche zu sehen.

Foto: Joachim Kloock